Meine morgendliche Routine – Wie starte ich gut in den Tag?

Zufälligerweise bin ich über eine Umfrage auf Instagram auf die Idee gekommen, diesen Blogbeitrag zu verfassen. Ich habe nämlich gemerkt, wie vielen es morgens schwer fällt, in Wallung zu kommen und sich stattdessen eher aus dem Bett pellen. Ich habe noch einmal genau über meine morgendliche Routine nachgedacht: Wie starte ich gut in den Tag? Welche Routinen und Rituale helfen mir?

Vorweg muss ich eins gestehen (was wahrscheinlich ein großer Vorteil ist): Ich bin ein totaler Morgenmensch. Ich konnte schon immer, ein Auge noch im Halbschlaf, direkt nach dem Aufwachen ohne Punkt und Komma erzählen. Meine Konzentration ist morgens am höchsten, ich bin produktiver und das Lernen klappt hervorragend am Vormittag. Mit wenigen Ausnahmen bin ich bereit für den Tag.

Natürlich gibt es auch andere Tage, an denen mir die Arbeit, das Leben und ich mir selbst zu viel bin. In solchen Situationen kann ich gut auf meine Routine zurückgreifen, die sich Stück für Stück entwickelt hat. Vielleicht gefällt dir die ein oder andere Idee und du kannst etwas davon für dich und deinen Morgen nutzen.

Meine Tipps für dich
  • Das Handy ist nachts immer im Flugmodus. So wird man morgens nicht direkt mit etlichen Nachrichten überrascht und der Tag überrollt einen morgens direkt nach dem Aufwachen. Da ich mein Handy als Wecker nutze, kommt es also im Flugmodus mit ans Bett. Ich nutze es als sanften Wecker: Ich liebe das Meer, also werde ich mit Wellenrauschen geweckt. 
  • Stelle deinen Wecker rechtzeitig. Plane eventuell etwas mehr Zeit ein, wenn du die Snooze-Funktion brauchst. Ich brauche es zur Zeit. Ich glaube, dass es besser wäre, beim ersten Klingeln aufzustehen. Im Moment genieße ich es allerdings, noch ein paar Minuten im Bett zu liegen und langsam wach zu werden. Manchmal stehe ich direkt auf, so schenke ich mir ein bisschen zusätzliche Zeit am Morgen.
  • Stehe ungefähr zur gleichen Zeit auf. Dies hat sich bei mir super eingependelt, dann ist der Schock am Montag nicht all zu groß. Der Körper gewöhnt sich an diese Zeit. Meine innere Uhr funktioniert mittlerweile super, ich wache oft zur gleichen Zeit ganz automatisch auf. Am Wochenende auszuschlafen klappt manchmal nicht sehr gut! Was ich natürlich merke, wenn ich zu wenig schlafe. Ich brauche meine 7 – 8 Stunden, damit es mir gut geht.
  • Benenne deinen “Wecker” um. Nutze ein Zitat, das dich motiviert aufzustehen und frisch in den Tag zu starten. Bei mir steht morgens auf meinem Display, wenn das Wellenrauschen einsetzt: “Every morning is a beautiful morning.” Inspiration mit ganz vielen wunderbaren Zitaten gibt es im Internet.
  • Strecke dich im Bett, atme bewusst ein und aus. Denk an eine Sache, auf die du dich an diesem Tag freuen wirst, wofür du dankbar bist oder nimm Geräusche um dich herum wahr. Dieser Gedanke hilft mir besonders an stressigen Tagen. Übrigens habe ich einmal irgendwo gelesen: Ein regnerischer Tag ist kein schlechter Tag, sondern ein nasser Tag. Daran muss ich unbedingt arbeiten. Ich bin ein SONNENKIND und fühle mich im Winter und Herbst nicht sehr wohl. Am besten schreibe ich mir diesen Satz auf und klebe es mir an den Kühlschrank oder es wird mein nächstes Wecker-Zitat.
  • Nutze morgens die Zeit ganz bewusst, die du für dich alleine hast. Ich finde, man kann es gut verkraften, den Wecker 15 Minuten früher zu stellen. Quasi Schlaf gegen Me-Time einzutauschen. Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, bin ich immer als erste aufgestanden, habe mein Schulbrot geschmiert und die Ruhe genossen. Jetzt ist es immer noch so: Ich stehe zu erst auf, mache mich fertig und meditiere, auch wenn es nur wenige Minuten sind. Ich würde gerne morgens vor der Arbeit noch Sport machen, aber leider ist mir das doch etwas zu früh und meine liebsten Kurse finden auch noch nicht statt. Mein Schwager ist morgens auch immer der erste, weit vor allen anderen. Er nutzt die Zeit alleine sehr intensiv (und genießt wahrscheinlich die Ruhe vor den Kindern), duscht entspannt, liest Zeitung und deckt für seine Familie den Frühstückstisch. Ich denke, es ist ziemlich egal, was man morgens tut (Meditation, Workout, Yoga, Jogging, Zeitung lesen, ausgiebig duschen, Kaffee trinken, …), Hauptsache man macht es voller Achtsamkeit, nur für sich.
  • Und für die Gesundheit: Trinke ein Glas Wasser (gerne mit Zitrone für den Säue-Basen-Haushalt) auf leeren Magen. Das regt Stoffwechsel und Kreislauf an. Außerdem wachen wir immer mit einem Flüssigkeitsdefizit auf, was zunächst ausgeglichen werden muss.
  • Plane deinen Tag (mehr oder weniger grob) durch – in Gedanken oder schriftlich. Mittlerweile gibt es ja die tolle Methode des Bulletjournal (Werbung ohne Auftrag). Das habe ich selbst noch nicht getestet, stelle ich mir aber passend zu meinen morgendlichen Gedanken vor. Ich nutze ganz klassisch einen Küchenkalender und einen Timer in meiner Handtasche. Das klingt vielleicht im ersten Moment anstrengend und unflexibel. To-Dos abzuhaken bereitet mir mehr als eine große Freude. Mir gibt diese Struktur Halt, wie eine Art Stundenplan. So weiß ich, was heute unbedingt erledigt werden muss, ob ein schönes Date mit den Mädels ansteht oder ich abends zum Sport gehen werde.
  • Der wertvollste Tipp, der mich sehr oft rettet: Zelebriere ALLES, was du tust. Das klingt vielleicht freaky, aber ich bin ein Vergnügungsmensch und liebe die schönen Dinge im Leben, also feiere ich jedes Ritual (mehr oder weniger) wie eine Königin. Das könnte auch in die Kategorie Selbstliebe passen. Ich mache es mir gerne gemütlich, komme meinem Hobby “Kerzen anzünden” nach. Ich trinke aus hübschen Tassen meinen Kaffee. Meine Kalender sind mit bunten Stickern beklebt. Ich schreibe mit meinen Lieblingsstiften  in meinen Lieblingsfarben To-Do-Listen. Meine tollen Make-Up-Utensilien zum Aufhübschen erinnern mich an eine Shopping-Eskalation mit einer Freundin. Ich meditiere auf einem schönen Kissen. Die Liste könnte ewig fortgeführt werden. Ich denke, das Prinzip ist klar.

Meine morgendliche Routine

Wie immer geht es nicht darum, wie bilderbuchartig meine Tage starten oder was ich morgens schon alles geschafft habe.  Jeder Tag ist anders. Natürlich gibt es auch Momente, in denen ich mich aus dem Bett quälen muss, weil es dunkel ist, die Nacht zu kurz war, ich lustlos bin  oder oder oder. Dann hilft manchmal noch der Gedanke: Einfach machen, nicht lange darüber nachdenken. (Das funktioniert übrigens auch beim Sport super.) Und falls das trotzdem nichts bringt, dann ist das eben so. Dann muss man akzeptieren, dass wir keine Maschinen sind und man nichts erzwingen kann. Am nächsten Morgen gibt es eine neue Chance. Zum Glück habe ich meine Gedanken nun einmal aufgeschrieben und zusammengefasst, so dass mich dieser Artikel dann hoffentlich auch dann und wann wieder motivieren kann, in meine morgendliche Routine zu finden. Ich freue mich, wenn du mir von deinem Start in den Tag erzählst.

xoxo Mascha

PS: Falls die Nacht doch zu kurz war, nutze ich einen kühlenden Augenroller und ausreichend Concealer. Das Schminken wird das umso mehr gefeiert. 🙂

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